Kommentar zur Fraunhofer IWES Potenzialstudie von 2011

In den öffentlichen Sitzungen der Regionalversammlungen und ihrer Ausschüsse zum Thema Windenergie werden regemäßig die 2% der Landesfläche angesprochen, die die Hessische Landesregierung für die Windenergienutzung reservieren will. Etwas weniger oft ist von den 28 TWh Jahresenergieertrag aus Windenergie die Rede, die sich die Landesregierung von der Windenergie erhofft. Bei solchen Gelegenheiten verweisen die Mitglieder der Regionalversammlungen und der Verwaltung der Regierungspräsidien entweder auf die Ergebnisse des Hessischen Energiegipfels von 2011 oder auf die „Vorgaben zur Nutzung der Windenergie“ in der "Änderung des Landesentwicklungsplans – Hessen 2000" von 2013. Das ist zwar korrekt, doch scheint in den genannten Gremien niemand die ursprüngliche Quelle der 2% und der 28 TWh zu kennen, nämlich die Langfassung des Studienberichtes „Potenzial der Windenergie an Land“. Auch scheint man nicht zu wissen, ob diese Daten unter den heutigen Umständen noch realistisch sind bzw. ob sie jemals realistisch waren.

Der vorliegende Kommentar erläutert die Ergebnisse dieser Potenzialstudie und geht ausführlich auf ihre Mängel und Schwächen ein. Er will dem Leser einen Eindruck von den Methoden, Annahmen und Vernachlässigungen vermitteln, die in der Studie zur Anwendung kamen. Dabei wird u.a. ausführlich auf den Unterschied zwischen der Platzierungsmethode für Windenergieanlagen in der Studie einerseits und der heutigen Planungspraxis für Windenergieanlagen andererseits eingegangen.

Der Kommentar ist nicht trivial aber andererseits auch nicht so anspruchsvoll, dass sein Inhalt dem weniger technisch orientierten Leser verschlossen bleibt.

Kommentar IWES Potenzialstudie 2011 Template Vernunftkraft Hessen.pdf