Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) legt Szenario zur Umsetzung des 65%-Ziels im Jahr 2030 vor

Um im Jahr 2030 einen Anteil von 65 Prozent Erneuerbarer Energien zu erreichen, seien bessere Rahmenbedingungen erforderlich!

Die Lobbyisten, Vize-Präsidenten des BEE, äußern sich wie folgt:

Albers, Hermann (Bundesverband WindEnergie):
“BEE-Szenario macht deutlich, dass die Windenergie auch in Zukunft der Lastenträger der Energiewende sein wird. Um das unzweifelhafte Potenzial des Energieträgers Wind voll auszuschöpfen und den ins Stocken geratenen Ausbau wiederzubeleben, müssen sich die Rahmenbedingungen besonders mit Blick auf die Genehmigungsverfahren und den Weiterbetrieb schnell verbessern. Daneben zeigt das Szenario deutlich, dass Wind- und Solarenergie das zukünftige Energiesystem nur partnerschaftlich tragen können. Der Irrweg der technologieoffenen Ausschreibungen, in denen die beiden Energieträger in einen ruinösen Kostenwettstreit gestellt werden, muss daher schnell verlassen werden.“

Körnig, Carsten (Bundesverband Solarwirtschaft):
„Jeder Reisende weiß: Wer rechtzeitig ans Ziel kommen will, legt eine Strecke fest und orientiert sein Tempo an Wegmarken. Beim Ausbau der Solarenergie müssen wir das Tempo vervielfachen, um das Klimaziel 2030 zu erreichen. Statt Trippelschritten braucht es Siebenmeilenstiefel! Solartechnik ist sehr preiswert geworden, sie genießt höchste Akzeptanzwerte und kann sehr schnell realisiert werden. Dafür müssen Ausbauziele heraufgesetzt, Bremsen gelöst werden und Förderdeckel fallen!“

Lang, Hans-Peter (Bundesverband Deutscher Wasserkraftwerke):
„Die Wasserkraft kann als verlässliche und dezentrale erneuerbare Energie netzstabilisierend wirken und den Verteilnetzausbau reduzieren. Dafür sollte die Bundesregierung ein (mit Landesförderprogrammen kombinierbares) Förderprogramm zur ökologischen Modernisierung auflegen und eine neue Vergütungsklasse für Anlagen bis 150 kW einführen. Die Bundesländer müssen die Genehmigungsverfahren vereinfachen und deutlich beschleunigen.“

Seide, Horst (Fachverband Biogas):
„Die Stromerzeugung aus Biogas, Holz und anderen Biomassen deckt 8,5 Prozent des Brutto-Stromverbrauchs und ist damit nach wie vor eine der bedeutendsten Technologien der Erneuerbaren Stromerzeugung. Es gilt jetzt, diesen Beitrag zu stabilisieren und zu optimieren, um die Erreichung des 65-Prozent-Ziels nicht zu gefährden. Ein weiterer Abbau der Biomasse muss dringend abgewendet werden.“

Stawiarski, Karl-Heinz (Bundesverband Wärmepumpe):
„Nur mit einem massiven Ausbau der Erneuerbaren Energien lassen sich die Klimaziele im Gebäudebereich erreichen. Den uns zur Verfügung stehenden regenerativen Strom müssen wir außerdem so effizient wie möglich einsetzen. Dabei werden Wärmepumpen eine zentrale Rolle spielen.“

Das “BEE-Szenario 2030”: 65% Erneuerbare Energien bis 2030. Stromverbrauch, Stromerzeugung und jährliche Installation Erneuerbarer Energien bis 2030:

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Das “BEE-Szenario 2030”: Beschreibung der Methodik:

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