Bauantrag für ein Windrad am Stürzlieder Berg in Hessen wurde im nichtöffentlichen Verfahren gestellt

Hohengandern/Bornhagen
Ein Bauantrag für ein Windrad am Stürzlieder Berg in Hessen wurde im nichtöffentlichen Verfahren gestellt. Landkreis Eichsfeld, Verwaltungsgemeinschaft, Anrainer und Thüringer Landespolitiker wehren sich.

Gerald Schneider (CDU), der stellvertretende Landrat des Eichsfeldes, hat seit Donnerstag das Schreiben auf dem Tisch: Am Stürzlieder Berg, genau an der Grenze zum Eichsfeld nahe des Hansteins, soll auf hessischer Seite ein erstes Windrad gebaut werden. Ein nichtöffentliches Bundesimmissionsschutzverfahren (BimSch) im Rahmen des Bauantrages sei eröffnet worden. Dieser Antrag ging am 24. Juli beim Regierungspräsidium Kassel ein.

Gestern gab es im Landratsamt eine erste Beratung, wie man mit der neuen Situation umgehen will. Der Hintergrund ist, dass im Regionalplan Nordhessen das Gebiet um den Stürzlieder Berg zwischen Hohengandern und dem Gut Arnstein als ein Windkraft-Vorranggebiet ausgewiesen wurde. Auf Eichsfelder Seite allerdings grenzen nicht nur direkt das Naturmonument Grünes Band und ein Vogelschutzgebiet an, sondern vor allem das Tourismus-Vorranggebiet rund um die Burg Hanstein.

Am Stürzlieder Berg direkt auf der Landesgrenze zwischen Hessen und Thüringen könnten bald riesige Windkraftanlagen stehen. Allerdings nur rund 1300 Meter von der kulturhistorisch bedeutenden Burg Hanstein entfernt. Die Aussicht vom Nordturm wäre zerstört.

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