Stromkunden zahlen Millionen für Strom, der nie verbraucht wurde

Deutschland soll auf erneuerbare Energien umgestellt werden. Doch die Energiewende trägt mitunter absurde Züge. So kostete nicht genutzter Windstrom die Verbraucher 2016 einen dreistelligen Millionenbetrag.

Das berichtet die “Frankfurter Allgemeine Zeitung” unter Berufung auf den noch unveröffentlichten Marktbericht von Bundesnetzagentur und Bundeskartellamt. Grund für die Kostenexplosion ist absurderweise, dass die Windräder zu viel Strom produzieren.

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Das ABC von Energiewende und Grünsprech 49 – Netzentgelt

von Frank Hennig – N wie Netzentgelt

Die EEG-Umlage für 2018 ändert sich wenig: 6,792 Cent pro Kilowattstunde (plus MWSt) werden gleichmütig zur Kenntnis genommen. Solide 0,088 Cent weniger, die auf der Stromrechnung nicht auffallen. Der künftige Preistreiber ist ein anderer Rechnungs-Posten:
Das Netzentgelt!

Die Netzentgelte entpuppen sich als die neuen Preistreiber der Energiewende. Das Netzentgelt ist eine Gebühr, die jeder Netznutzer an den Betreiber zahlen muss und fließt in den Strom- beziehungsweise Gaspreis ein. Die Höhe des Netzentgeltes wird staatlich reguliert, denn die Strom- und Gasnetze bilden natürliche Monopole. Wer also hohe Netzentgelte dem gierigen Profitstreben der „Konzerne“ zuschreiben will, ist hier falsch und muss möglichen Protest an die Regierung richten.

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Wer am Ökostrom verdient, soll auch fürs Netz zahlen

Die Monopolkommission fordert eine Neuregelung der Förderung erneuerbarer Energien. Damit die Stromrechnungen der Kunden nicht weiter so stark steigen wie bisher, will das unabhängige Beratergremium der Bundesregierung die Betreiber von Windkraft- und Solaranlagen an den Kosten für den Ausbau der Netze beteiligen.

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Strom und höhere Preise

Von Holger Douglas – Amprion aus Dortmund versorgt Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Strom und hat eine Steigerung der Preise um sage und schreibe 45 Prozent angegeben. Im Vorjahr erhob Amprion „nur“ 12 Prozent mehr.

Für das nächste Jahr deuten sich weitere drastische Erhöhungen der Strompreise an. Denn jetzt im Oktober werden die Umlagen für den Strompreis im kommenden Jahr festgelegt. Noch ist es für eine Schätzung des gesamten Strompreises zwar etwas früh. Aber die FAZ hat dennoch einmal vorgerechnet, was auf die Verbraucher zukommen wird.

Sie hat sich für die Kalkulation einer der wichtigsten Größen des Strompreises, des „Netzentgeltes“, bei den vier Netzbetreibern umgesehen. Die haben ihre Preise für das kommende Jahr bereits veröffentlicht.

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Netzentgelte werden umverteilt: In welchen Regionen Strom jetzt teurer wird

Der Bundestag hat am Freitag, 30.Juni ein Gesetz verabschiedet, um die Netzentgelte für Kunden und Unternehmen bundesweit gleichmäßiger und gerechter zu verteilen. Die Reform soll 2019 in Kraft treten und dann in Jahres-Schritten greifen, so dass Anfang 2023 bundesweit ein einheitliches Niveau erreicht wird.

Mit einem Klick auf das Bild erfahren Sie, ob der Strom bei Ihnen teurer wird!