Havarierte Windräder: Wie tickende Zeitbomben | FAZ

Von Michael Ashelm

Abgeknickte Rotorblätter, herabstürzende Trümmerteile: Um die Gefahren havarierender Windräder wird heftig gestritten. Betroffene Hersteller hüllen sich in Schweigen. Der Tüv fordert Konsequenzen.

Abgeknickte Rotorblätter, über Hunderte Meter am Boden verteilte Flügelfetzen, ganze Anlagen, die in Wäldern in Flammen aufgehen, herabstürzende Trümmerteile – immer mehr Havarien von Windrädern sorgen in der sowieso schon aufgeheizten Diskussion um Windkraft für zusätzliche Brisanz. Anwohner solcher Projekte fühlen sich in Gefahr, Bürgerinitiativen, die gegen das Aufstellen der Windkraftanlagen opponieren, warnen vor fatalen Unfällen mit den immer größer gebauten Industrieboliden.

Während die Branche die Vorfälle als aufgebauscht empfindet und dagegenhält, fordern andere eine regelmäßige Prüfpflicht wie für Tankstellen, Baukräne oder Jahrmarkt-Karussells. „Die Sicherheitsüberwachung der Windkraftanlagen ist nicht mehr zeitgemäß und je nach Landkreis oder Bundesland wie ein Flickenteppich organisiert“, sagt der Geschäftsführer des Tüv-Verbandes, Joachim Bühler. Es existiere nicht mal eine zentrale Erfassung der Unfälle. Aus seiner Sicht sind daher ringend bundesweit einheitliche Regelungen nötig.

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“Wir kommen an Grenzen”: Feuerwehr kann brennende Windräder nicht löschen | hessenschau.de

Feuerwehr: “Wir kommen an Grenzen” Der Sicherheitsbereich um einen brennendes Windrad muss das Fünffache des Rotorenbereichs betragen. “Da kommen wir schnell an Kapazitätsgrenzen”, sagt Lauer.

Deutlich über 130 Einsatzkräfte wären für einen solchen Einsatz nötig. Gerade im ländlichen Raum, wo die Windräder stehen, fehle es aber an Nachwuchs und Personal bei der Feuerwehr.

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Diskussion um TÜV-Prüfung für Windräder entbrennt

Vergangene Woche Freitag war im Windpark Groß Haßlow bei Wittstock (Ostprignitz-Ruppin) die obere Hälfte eines Windrads abgestürzt. Statt durch eine Windböe, wie zunächst von der Polizei vermutet, könnte die Ursache tatsächlich in mangelnder Wartung der Windkraftanlage durch den Betreiber liegen.

Diesen schweren Vorwurf hat jetzt eine regionale Wartungsfirma gegenüber Antenne Brandenburg und RBB erhoben. So soll der Besitzer seit 2012 keine regelmäßigen Prüfungen mehr durchgeführt haben. Letztes Jahr seien etwa nur fünf der insgesamt zehn Anlagen des Windparks überprüft worden – das abgestürzte Windrad war nicht dabei, so die Wartungsfirma. Diese sieht als Absturzursache die Rotorblätter, die „erhebliche Herstellungsmängel“ aufgewiesen hätten. Vor allem die Verklebung würde sich nach einiger Zeit lösen.

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Windenergie:  Kontrollen sind bei Windrädern keine Pflicht – MOZ.de

Nach der Havarie der Windkraftanlage im Windpark Groß Haßlow bei Wittstock läuft die Suche nach der Unfallursache. “Um die genauen Hintergründe zu klären und eine ähnliche Gefahrenlage bei typengleichen Windkraftanlagen ausschließen zu können, sind von der unteren Bauaufsichtsbehörde des Landkreises die notwendigen und vorgeschriebenen Schritte eingeleitet worden”, erklärt Kreissprecher Alexander von Uleniecki.

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Brände, Schäden, Unfälle – Müssen Windräder besser kontrolliert werden?

ZDF vom 25.02.2019 – von Marion Geiger

Unfälle und Schäden an Windrädern will der TÜV in Zukunft verhindern – und fordert deshalb bessere Sicherheitskontrollen. Der Bundesverband Windenergie sieht jedoch keine Gefahr.

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NRW-CDU fordert Tüv-Pflicht für Windräder

Kölner Stadt-Anzeiger: Die NRW-CDU will die Sicherheitskontrollen für Windkraftanlagen in Deutschland verschärfen. Romina Plonsker, Energieexpertin der CDU-Landtagsfraktion aus Bergheim, sagte dem “Kölner Stadt-Anzeiger”: “Autos müssen regelmäßig zum Tüv. Regelmäßige Kontrollen von Windkraftanlagen sind nicht nur aus Sicherheitsgründen erforderlich, sie könnten auch mehr Vertrauen schaffen.”

Angesichts zahlreicher Berichte über havarierte Windräder müssten bundesweit einheitliche Standards für regelmäßige Überprüfungen eingeführt werden, heißt es in einem Antrag der CDU Rhein-Erft, der beim Bundesparteitag der CDU am Wochenende in Hamburg gestellt werden soll. In NRW werden derzeit rund 3700 Windräder betrieben.

Angeblich keine Gefahren! Bundesregierung lehnt TÜV-Pflicht für Windräder ab!

Der TÜV fordert eine „umfassende Prüfung auch für Windenergieanlagen auf Basis der Betriebssicherheitsverordnung. Die FDP-Fraktion problematisierte in einer Kleinen Anfrage (19/3619) die Kontrolle sowie die Entsorgung von Windkrafträdern.

Trotz zahlreicher Havarien, die von Bürgerinitiativen dokumentiert werden, und ungelöster Entsorgungsprobleme, “liegen der Bundesregierung keine Informationen vor, nach denen die aktuellen spezifischen Regelungen für die Genehmigungen bzw. der wiederkehrenden Prüfungen nicht ausreichend sind.“ (Quelle: Die Welt)

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