Habeck: Zwei von drei Kernkraftwerken sollen länger „in Reserve“ bleiben | TE

Die Atomkraftwerke Neckarwestheim in Baden-Württemberg und Isar 2 in Bayern sollen für den Notfall Energie erzeugen können. Ein drittes AKW soll allerdings ganz abgeschaltet werden.

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Anna Vero Wendland: >>Ihre „Einsatzreserve“ ist eine Verhöhnung der Empfehlungen des Streßtests.
1) Der Stresstest sieht Netzstabilität als gegeben an, wenn 3 Anlagen im *Streckbetrieb* d-h. am Netz sind & laufend Strom produzieren. Habeck hat daraus null Anlagen am Netz gemacht, 1 unverfügbar.
2) In „Reserve“ benötigen die Anlagen je nach Zustand, kalt oder heiß unterkritisch, mindestens 6-30 Stunden zum Anfahren, während sie am Netz sofort verfügbar wären. So ist Engpaßmanagement gemäß Stresstest unmöglich, die Anlagen kosten Geld, statt welches zu verdienen.
Hier noch einige Infos (Q: eigene Beobachtung + eingesehene Unterlagen) wie man ein KKW aus der Reserve anfährt.
Es gibt 2 Möglichkeiten:
Option 1: die Anlage die ganze Zeit auf unterkritisch-heiß zu halten, dann dauert es ~6 Stunden zum Entborieren, Kritischmachen & Turbine anfahren. Weitere 3-4h bis Vollast, aber dann verbraucht sie 70 MW Eigenbedarf, d.h. kostet Strom statt welchen zu produzieren. Auch hat man nie eine Anlage monatelang so gehalten. Fraglich, ob das die Betreiber mitmachen.
Option 2: man stellt die Anlage kalt unterkritisch hin. Dann braucht es mind. beim 1. Mal mit allen Wiederkehrenden Prüfungen ca. 60 h & bei Wiederholung ca. 30 h. Das eignet sich alles nicht zum schnellen Reagieren auf Engpässe & ich wette, die Fachleute zeigen Habeck einen Vogel.
3) Während Streckbetrieb eine bewährte & oft durchgeführte betriebliche Fahrweise ist, ist es der Reservebetrieb nicht. Gut möglich, dass die „schnellste“ der Reservebereitstellungen – Dauerzustand heiß-unterkritisch – von der Aufsicht für solche Zeiträume gar nicht erlaubt wird.
4) Sie sind vor einer Minderheit der Grünen eingeknickt: Für eine für verlogene Abschaltsymbolik am 31.12. vergehen Sie sich am Klimaschutz (mehr Kohle muß nicht laufende AKW ersetzen) und durch Ignorierung des Streßtests riskieren Sie die Versorgungssicherheit.
5) Es steht zu vermuten, daß Ihre Entscheidung kalkuliert ist: Sie zwingen die Betreiber zu einer teuren und tatsächlich kaum zur Versorgungssicherheit beitragenden Betriebsweise, um am Ende sagen zu können, „seht, die KKW sind teuer & unflexibel & tragen nichts bei“.
6) Womöglich ist die Absicht, Betreiber zum Hinschmeißen zu zwingen, um die Schuld für Engpässe dann ihnen in die Schuhe schieben zu können. Für totale Abschaltung aller 3 KKW wie geplant – fehlt #Habeck aber auch der Mut & die Bereitschaft, für die Konsequenzen einzustehen.
7) Ihre nochmals wiederholten mündlichen Begründungen sind falsch. Der Umfang des Atomabfalls wird durch Streckbetrieb nicht tangiert, die Reaktorsicherheit gleichfalls nicht. Wieder haben Sie offensichtlich Beratung durch die kerntechnischen Fachleute der RSK ausgeschlagen.
8 ) S: @BMWK #Habeck, dies ist ein Dokument der Unterwerfung der Realität unter die Parteiraison der Grünen bei gleichzeitigem Unwillen, für die Folgen geradezustehen. Es macht den gesamten Streßtest obsolet und verspottet sowohl dessen Autoren als auch uns Bürger.
9) Was nötig & möglich ist: Befreiungsschlag zur Verbindung von Klima- & Versorgungssicherheit.
• 3 laufende KKW m neuem Brennstoff laufzeitverlängern
• 3 2021 stillgelegte AKW prüfen, ob sie für LZV bereit sind
• Reaktorsicherheits-Kommission beiziehen.<<