Spessart: Bäume gefällt, um den Windpark zu retten?

Bürgerinitiative sieht sich durch neues Gutachten bestätigt
Flörsbachtal/Jossgrund (re). Die Bürgerinitiative (BI) Windkraft im Spessart sieht sich bestätigt. Die neuen Gutachten, die der Projektentwickler Juwi für den Windpark Flörsbachtal-Roßkopf habe vorlegen müssen, machten deutlich, dass die Bedenken der BI gerechtfertigt gewesen seien und sich Wochenstuben der geschützten Mopsfledermaus im direkten Umfeld der geplanten Anlagen befinden. Die neuen Gutachten seien vom Regierungspräsidium in Darmstadt gefordert worden, nachdem die BI bei dem Erörterungstermin in Oberndorf fachliche Mängel an den damals vorliegenden Gutachten „aufgedeckt“ habe.

Wie die BI in einer Pressemitteilung wissen lässt, liegen nun die Untersuchungsergebnisse zum Vorkommen von Rotmilan und Mopsfledermaus zumindest teilweise vor. Die neuen Gutachten der Juwi bestätigten die damaligen Bedenken nach Einschätzung der BI in vollem Umfang. Der Gutachter schreibe zum Vorkommen der Mopsfledermaus: „Grundsätzlich stellt sich 2016 im Untersuchungsgebiet eine völlig neue Situation dar: Die Quartierbäume und -bereiche von 2013 sind nicht mehr existent“. Und zwar, weil die Quartierbäume, die den geplanten Windkraftanlagen am nächsten stehen, einer den gesamten Bestand betreffenden Durchforstung zum Opfer gefallen seien.

20161104_gnz_baeume-gefaellt-um-winpark-zu-rettenAnmerkung: 2013 dachten die Planer des Wind-“Parks”, “Fa. Juwi” und “Naturenergie” über ein Umsiedeln der Mopsfledermaus nach, um das Projekt zu realisieren!

Hier die Anwort der Projektierer auf die PM der BI “Windkraft im Spessart”:

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