DIN 45680 – Herabsetzung der Grenzfrequenz auf ca. 1 Hz bis Ende 2016 angestrebt

Um die Vorgaben der heute noch gültigen Regelwerke TA Lärm, DIN 45680 und DIN 9613-2 einhalten zu können, werden die Lärmemissionen von WEA konstruktiv immer weiter in den Infraschallbereich gelegt, da dieser Frequenzbereich für die Bewertung von Lärm durch WEA irrelevant ist.

Dieser konstruktive Kunstgriff wird den Betreibern nun schlaflose Nächte bereiten, denn in der überarbeiteten DIN 45680 und somit im Nachgang in der TA Lärm und der DIN 9613-2 wird dieser Frequenzbereich unter 10 Hz endlich Berücksichtigung finden.

Die im zweiten Entwurf geplante Herabsetzung von 10 auf 8 Hz wurde von uns allen, die wir eingewendet haben mit vielen fundierten Begründungen in Frage gestellt. Mit Erfolg. Unsere Einwendungen zu diesem wichtigsten Punkt wurden angenommen.
Diese Fortschritte im Umgang mit der immer noch verwendeten unzulänglichen Industrie-Norm 45680 hat große Auswirkungen auf die gerade vorgestellte Verfassungsbeschwerde zu Art. 2.2 Grundgesetz, deren Begründung im Wesentlichen auch auf der Verwendung der veralteten Verwaltungsvorschrift TA Lärm fußt.

Information über Entscheidungen zum Umgang mit Einsprüchen zu E DIN 45680:2013-09 und zum Entwurf des zugehörigen Beiblatts 1:2013-09

Ausschnitte für Eilige:

  • Herabsetzung der unteren “Grenzfrequenz” wird auf ca. 1 Hz angestrebt
  • Dieser Ausschuss schließt Außenmessungen im Grundsatz nicht mehr aus.
  • Angestrebt wird die Fertigstellung eines neuen Entwurfs bis Ende 2016.

Weitere Informationen werden Ihnen von windwahn unter
http://www.windwahn.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1647&catid=52&Itemid=1768
zur Verfügung gestellt.

Tschechien baut Stromsperre an der Grenze zu Sachsen

Prag klagt seit Jahren darüber, dass die im Norden Deutschlands produzierte Windenergie zunehmend das eigene Netz überlastet. Nun investieren beide Seiten 173 Millionen Euro in Gegenmaßnahmen – auf Kosten der Stromkunden.

Von Jürgen Becker
erschienen am 07.03.2016

Chemnitz. Weil in Deutschland leistungsfähige Leitungen zwischen den Windparks im Norden und dem energiehungrigen Süden fehlen, muss der Strom einen Umweg über Tschechien und Polen nehmen. Dort überschwemmt er aber die Trassen, erhöht die Gefahr eines Blackouts und blockiert den Export des eigenen Stroms. Der tschechische Netzbetreiber Ceps wird deshalb unerwünschten deutschen Ökostrom noch in diesem Jahr an der Grenze nahe Oberwiesenthal nicht mehr durchlassen. Auch in Polen geht demnächst eine solche Sperre in Betrieb. Der ostdeutsche Netzbetreiber 50Hertz wird in Chemnitz-Röhrsdorf und im Nordosten Brandenburgs ebenfalls zwei derartige Transformatoren errichten, die ähnlich wie ein Ventil den Stromdurchfluss nach Tschechien und Polen regulieren und auf andere innerdeutsche Trassen umlenken sollen.

Die Gesamtkosten für diese vier Anlagen belaufen sich laut einer 50-Hertz-Sprecherin auf rund 400 Millionen Euro. Etwa 200 Millionen Euro davon werden den deutschen Stromkunden über die Netzentgelte in Rechnung gestellt werden. Ähnliche Vorrichtungen gibt es schon an den Grenzen zu Frankreich, Belgien und Holland.

http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/TOP-THEMA/Tschechien-baut-Stromsperre-an-der-Grenze-zu-Sachsen-artikel9455605.php

Hunsrück: Rodungsarbeiten für Windenergieanlagen weiter gestoppt

Das OVG Rheinland-Pfalz hat in der nachstehenden Pressemitteilung den gestern verhängten und heute ausführlich bestätigten Rodungsstopp am Hunsrücker Ranzenkopf begründet.

Pressemitteilung Nr. 11/2016OBERVERWALTUNGSGERICHT RHEINLAND-PFALZ

Rodungsarbeiten für Windenergieanlagen weiter gestoppt

Die Rodungsarbeiten für die geplante Errichtung von Windenergieanlagen im Landkreis Bernkastel-Wittlich dürfen weiterhin nicht fortgesetzt werden. Dies entschied das  Oberverwaltungsgericht Rheinland-Pfalz heute in Koblenz, das bereits gestern einstweilen – durch eine Zwischenverfügung –  die Rodungsarbeiten während des laufenden Eilrechtsschutzverfahrens gestoppt hatte. Erlaubt sind lediglich Aufräumarbeiten auf den bereits gerodeten Flächen.

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Keine Energiewende ohne Netzstörungen

Analyse von Fred F. Mueller

Strom aus Wind- und Solarenergie bringt das Stromnetz aus dem Takt. Den Netzbetreibern sind die Konsequenzen egal. Derweil sollten sich Verbraucher und Steuerzahler auf beträchtliche Mehrkosten einstellen.

So sprang der Kostenaufwand für Maßnahmen, mit deren Hilfe die Netzgesellschaften Störungen u.a. durch kurzfristigen Zukauf von Regelenergie ausgleichen müssen, allein bei Tennet innerhalb von nur einem Jahr von 74 Mio. € auf rund 225 Mio. € hoch. Das ist eine Steigerung um gut 300 Prozent.

Als dann am 6. Dezember sowohl Sonne als auch Wind keine Lust mehr hatten, mussten die in Betrieb befindlichen Einheiten einen regelrechten Alarmstart hinlegen und ihre Leistungsabgabe in nur 35 Stunden um 38.000 Megawatt steigern. Vergleicht man diese Zahl mit der Größenordnung üblicher Kohlekraftwerksblöcke von rund 1 Gigawatt, so mussten demnach über einen Zeitraum von 35 Stunden insgesamt 38 Kraftwerke von Stillstand auf Volllast hochgejagt werden.

http://www.novo-argumente.com/artikel/keine_energiewende-ohne_netzstoerungen