VLAB nimmt Stellung zur Änderung des Thüringer Waldgesetz

Im Rahmen einer schriftlichen Anhörung des Ausschusses für Infrastruktur, Landwirtschaft und Forsten im Thüringer Landtag , wurden wir zur Abgabe einer Stellungnahme aufgefordert. Hintergrund ist ein Gesetzentwurf der Fraktion der CDU und FDP, indem im Thüringer Waldgesetz ein Verbot von Windkraftanlagen aufgenommen werden soll.

In unserer Stellungnahme begrüßen wir den Gesetzentwurf der Fraktion der CDU und FDP. Wälder erfüllen herausragende Leistungen für die Daseinsvorsorge. Wir sehen im Bau von Windkraftanlagen in den Wäldern des Freistaates Thüringen einen Verstoß gegen das Hauptziel und den Kernpunkt des Thüringer- und Bundeswaldgesetz: Die Verpflichtung zur Walderhaltung als Ökosystem und Teil des Naturhaushalts mit zahlreichen unersetzlichen Nutz- und Schutzfunktionen.

Quelle

Windenergievorhaben und Fledermausschutz: Was fordern Expert*innen zur Lösung des Grün-Grün-Dilemmas?

Interessante Veröffentlichung zum Dilemma Windkraftausbau im Wald vs. Fledermausschutz.

Zusammenfassung:
Im Rahmen einer internetbasierten Umfrage wurde die Einschätzung von Expert*innen aus der Genehmigungspraxis von Windenergieanlagen (Vertreter*innen der Naturschutzbehörden und dem Windenergiesektor, Mitglieder und Mitarbeiter*innen von Umweltschutzorganisationen, Wissenschaftler*innen und Fachgutachter*innen) zur Vereinbarkeit von Artenschutz, speziell Fledermausschutz, und dem Ausbau erneuerbarer Energien, speziell Windenergieproduktion, abgefragt. Mehrheitlich bewerteten die Fachexpert*innen das derzeitige Artenschutzrecht als nicht zu streng und zudem als nicht hinderlich für den weiteren Ausbau der Windenergieproduktion in Deutschland. Des Weiteren bewertete die Mehrheit der Umfrageteilnehmer*innen die Windenergieproduktion an Waldstandorten als nicht im Sinne einer umweltverträglichen Energiewende und als zu sehr konfliktbelastet. Das größte Potenzial zur Lösung oder Abmilderung des Grün-Grün- Dilemmas sahen die Umfrageteilnehmer*innen bei den Naturschutzbehörden und in der wissenschaftlichen Forschung. „Windenergievorhaben und Fledermausschutz: Was fordern Expert*innen zur Lösung des Grün-Grün-Dilemmas?“ weiterlesen

Vom Winde verweht? Kommen die Windräder, drohen Singschwan, Sumpfohreule, Kranich und Co. Lebensraumverlust und Tod

Hier die komplette Pressemitteilung der Deutschen Wildtier Stiftung abrufen

(…) In diesem Herbst  könnte es das letzte Mal sein, dass Ornithologen, Naturfreunde, Touristen und Fotografen die geflügelten Gäste des “internationalen Flugverkehrs” in dieser immensen Vielfalt bestaunen können. “Die Friedländer Große Wiese ist ein großartiger Rastplatz für zahlreiche Wat- und Wasservögel”, sagt Hilmar Freiherr von Münchhausen, Geschäftsführer der Deutschen Wildtier Stiftung. “Wenn in dieses Naturparadies Windenergieanlagen gebaut werden, wird dies dramatische Folgen für die Vogelwelt haben.”

Auf einer Fläche von insgesamt 251 Hektar soll ein Windpark entstehen. Zwölf Windkrafträder, jedes über 200 Meter hoch, sollen gebaut werden. Der Streit um die Friedländer Große Wiese dauert bereits seit über fünf Jahren – jetzt stand die fünfte öffentliche Beteiligung an. (…)

Lesen Sie hier die Stellungnahme der Deutschen Wildtier Stiftung: http://ots.de/rsg2OC

 

Verwaltungsgericht Frankfurt/Oder lehnt Antrag einer Windkraftfirma auf Beseitigung einer künstlichen Nisthilfe ab | Dr. René Sternke

Gericht: VG Frankfurt (Oder) 5. Kammer
Entscheidungsdatum :21.07.2020
Aktenzeichen: 5 L 176/20 ECLI: ECLI:DE:VGFRANK:2020:0721.5L176.20.00
Dokumenttyp: Beschluss

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Naturschutzinitiative e.V. (NI) fordert das Abschalten der Anlagen auf der Kalteiche

PRESSSEMITTEILUNG

Der verletzte Große Abendsegler unterhalb der WEA – Foto: Peter Draeger/NI

8 tote Tiere unter Windenergieanlagen auf der Kalteiche!

  • Schluss mit Windenergie auf der Kalteiche!
  • Anlagen sind eine Todesfalle für Rotmilane und Fledermäuse!
  • Hohe Schlagopferzahl zwingt zum schnellen Handeln!
  • Naturschutzinitiative e.V. (NI) fordert das Abschalten der Anlagen auf der Kalteiche!

Gänge zum Volkswind-Windpark Kalteiche mit seinen drei Windindustrieanlagen (WEA) sind für den Naturschützer Peter Draeger aus Wilnsdorf, Fachbeirat der Naturschutzinitiative e.V. (NI), meist ein frustrierendes Erlebnis: „Fast immer findet man tote Vögel und Fledermäuse, die mit Sicherheit von den sich darüber drehenden Anlagen erschlagen wurden. Besonders traurig waren die Funde vom 17.08.2020, wo ein toter Rotmilan und zwei Fledermäuse, eine Zwergfledermaus und ein Großer Abendsegler tot unter den Anlagen lagen. Dem Rotmilan fehlte der Hinterleib und der rechte Flügel wies einen Durchschlag des rechten Oberarms auf, so dass man sicher von einem Rotorschlag ausgehen kann. Am 24.06.2020. und 16.07.2020 fand sich jeweils eine tote Zwergfledermaus und aktuell am 24.08.2020 lag noch ein lebender verletzter Großer Abendsegler unter den Anlagen, den wir zum Veterinärmediziner Konstantin Müller brachten“, so Peter Draeger.

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Paukenschlag in Hessen: Dr. Jochen Tamm tritt aus der HGON aus

Dr. Jochen Tamm, Urgestein der Hessischen Gesellschaft für Ornithologie und Naturschutz (HGON), ist nach 45 Jahren wegen der Windkraftpolitik der HGON aus diesem Verband ausgetreten. Er wurde Mitglied der Naturschutzinitiative e.V. (NI).

Lesen Sie hier den ausführlichen Bericht mit seinem Austrittsschreiben:

Quelle und Download

Mehr Rotmilane durch Windkraftanlagen getötet als bekannt – WELT

Die Zahl der Vögel, die durch Windräder in Brandenburg getötet werden, übertrifft nach Angaben von Experten die amtlichen Angaben. «Viele verletzte Vögel verenden abseits der Windräder; andere werden nach einem Vogelschlag von Füchsen gefressen», sagt Axel Heinzel-Berndt von der Naturschutzorganisation Bund in Brandenburg. Laut Umweltministerium sind im Land seit 2010 von 128 getöteten Rotmilanen 62 an Windenergieanlagen verendet.

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Umweltministerkonferenz und Windenergiewirtschaft gemeinsam gegen den Vogelschutz

Unbemerkt von der Öffentlichkeit wird weiter am Abbau von artenschutzrechtlichen Vorgaben für die Windenergiewirtschaft gearbeitet. Es geht wieder einmal um die Abstände von Windkraftanlagen zu Vogellebensräumen und das damit verbundene Tötungsrisiko für Vögel.

Bis 2015 wurde von den Umweltministern der Länder versucht, die Veröffentlichung des mehrfach überarbeiteten „Helgoländer Papiers“ oder auch „Neues Helgoländer Papier“, Abstandsempfehlungen für Windenergieanlagen zu bedeutsamen Vogellebensräumen sowie Brut­plätzen ausgewählter Vogelarten, Stand April 2015) der Länderarbeitsgemeinschaft der Vogelschutzwarten (LAG-VSW) zu verhindern.

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Toter Rotmilan lag unter Windrad-Rotoren in Hauneck

Vogelschutzbeauftrager schlägt Alarm

Spaziergänger haben einen toten Rotmilan in der Nähe von Windrädern auf dem Hauberg beim Ortsteil Fischbach in Hauneck entdeckt. Vogelschützer sind alarmiert.


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Auswirkungen von Windturbinen auf die Sterblichkeit von Vögeln wird oft unterschätzt

Windkraftanlagen liefern erneuerbare Energie, beeinflussen aber auch die Vogelpopulationen. Vögel können mit den Rotorblättern von Windkraftanlagen kollidieren, was zum Tod führen kann.

 

Untersuchungen von Wageningen University & Research zeigen, dass die Folgen dieser zusätzlichen Sterblichkeit auf die Vogelpopulationen unter den derzeitigen Standards für Windparks unterschätzt werden.

Hier Bericht lesen
Sterblichkeitsgrenzen in der Windenergie-Folgenabschätzung unterschätzen Auswirkungen von Windparks auf Vogelpopulationen’, Ökologie und Entwicklung, 4. Juni 2020
Quelle

Video: Hannes Jaenicke für den Reinhardswald

Prominente Unterstützung erfährt der Reinhardswald nun durch den seit vielen Jahren engagierten Naturschützer, bekannten Schauspieler und Autor Hannes Jaenicke!

“Rettet den Reinhardswald” fand seinen Namen vor einigen Wochen in einer Mitmachliste und nahm Kontakt auf. So klar, deutlich und unerschrocken, zuweilen auch kämpferisch, wie man ihn von all seinen Umweltschutzprojekten kennt, so stellt sich der ansonsten überzeugte Befürworter nachhaltiger Energiegewinnung jetzt auch öffentlich mit seiner Person und folgendem Statement gegen die Bebauungsvorhaben für den Reinhardswald: