Deutsche Wildtier Stiftung veröffentlicht wissenschaftliche Studie “Windenergie im Lebensraum Wald”

Länder-Willkür beim Ausbau von Windenergie

Der Ausbau der Windenergie schreitet in Deutschland ungebremst voran; Wildtiere und ihre Lebensräume bleiben dabei auf der Strecke. Wie dramatisch sich der Konflikt zwischen Windenergie und Artenschutz in Deutschland zuspitzt, belegt die gestern veröffentlichte Studie „Windenergie im Lebensraum Wald“ von Dr. Klaus Richarz, die im Auftrag der Deutschen Wildtier Stiftung entstanden ist. Die Studie beschreibt die aktuelle Entwicklung von Windenergieanlagen (WEA) im Wald und die Gefahr für den Artenschutz.

„Gerade in bisher unzerschnittenen und wenig erschlossenen Waldgebieten beeinträchtigen Bau, Betrieb und die Wartung von Windenergieanlagen das Überleben von Wildtieren ganz erheblich“, sagt Professor Dr. Fritz Vahrenholt, Alleinvorstand der Deutschen Wildtier Stiftung. Der Autor der Studie Dr. Klaus Richarz ist ein renommierter Biologe. Richarz hat 22 Jahre die Staatliche Vogelschutzwarte für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland geleitet.

Der Maßnahmenkatalog der Deutschen Wildtier Stiftung umfasst zehn zentrale Forderungen.

Die Deutsche Wildtier Stiftung fordert:
1. Keine Windenergieanlagen in Wäldern und an Waldrändern!
2. Keine Windenergieanlagen in Schutzgebieten!
3. Das „Helgoländer Papier“ strikt einhalten!
4. Die Zerstörung von Brutplätzen strenger ahnden!
5. Den Kollisionstod von Wildtieren reduzieren!
6. Beweislast umkehren!
7. Verbände müssen Klagerecht nutzen!
8. Abschaffung der Privilegierung für Windenergieanlagen im Baurecht!
9. Das Bundesnaturschutzgesetz anwenden!
10. „Technische Anleitung Wind“ erarbeiten!

Die gesamte Studie zum Downloaden finden Sie hier: http://ots.de/KW6Wy

Quelle: http://www.umweltruf.de//2016_Programm/news/111/news3.php3?nummer=8128